Geschichte
Schulinterner Lehrplan für die Sek. II
Projektberichte über die Studienfahrt nach Polen anlässlich des Besuchs der Partnerschule in Cattowitz 2005
- Die Geschichte Polens
- Erlebnisbericht über den Aufenthalt in Warschau
- Das Warschauer Ghetto
- Auswertung der Umfrage über den Besuch im Konzentrationslager Auschwitz
- Die Geschichte Krakaus
- Polen in der Europäischen Union
Aufgaben und Ziele des Fachs Geschichte
Unbestreitbar ist, dass die Vergangenheit in die Gegenwart hineinragt; in ihrer Erforschung, in der Aufdeckung von Fehlentwicklungen und der Rechtfertigung bewahrenswerter Traditionen dient die Historie somit einer Standortbestimmung in der Gegenwart.
Die rationale und erfahrungsbezogene Auseinandersetzung mit der (eigenen) Geschichte stiftet Identität, hat die Funktion aufzuklären und das politische Urteilsvermögen zu schärfen - womit dieses Fach zu einem der wichtigsten Unterrichtsfelder der schulischen Bildung gehört.
Der Geschichtsunterricht in der S e k u n d a r s t u f e I knüpft an die in der Grundschule intendierte elementare Vermittlung von Zeitbewusstsein an und fördert in zunehmender Lernprogression die Entwicklung und Ausprägung von Geschichtsbewusstsein, um so ein reflektiertes Verständnis von der Interdependenz von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erlangen. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler nicht nur Kenntnisse und Vorstellungen von historischen Ereignissen, Strukturen und Problemen erlangen, sondern auch lernen, sich kritisch mit unterschiedlichen Deutungsmustern auseinanderzusetzen, eigene Wertmaßstäbe und Denkgewohnheiten als geschichtlich bedingt einzuordnen und nicht unbedingt auf andere Epochen und Gesellschaften zu projizieren.
Die entsprechend der vorgegebenen Stundentafel auf die Jahrgangsstufen 6, 7, 9 und 10 verteilten obligatorischen Fachinhalte reichen in meist chronologischer und europazentrierter Orientierung von der Entstehung antiker Hochkulturen bis zu aktuellen Problemen der Friedenssicherung, wobei die thematischen Schwerpunkte in den Jahrgangsstufen (6: Antike/ 7: Mittelalter und beginnende Neuzeit/ 9: 18. und 19. Jh./ 10: 20. Jh.) deutlich gliedernde didaktische Akzente setzen. Eines der wesentlichen curricularen Konstruktionsprinzipien bildet dabei die „genetische Orientierung“, da sie die Auswahl der Unterrichtsgegenstände maßgeblich bestimmt und Zusammenhänge herstellt, die in besonderer Weise geeignet erscheinen, „Verstehen aus dem Entstehen“ zu verdeutlichen und damit die Ausbildung von Geschichtsbewusstsein zu fördern. Die Auswahl der historischen Gegenstände ist also nicht beliebig, sie orientiert sich vielmehr an langfristigen Entwicklungen und grundlegenden Menschheitsfragen, die bis in die Gegenwart hineinreichen, als Tradition oder „ferner Spiegel“ von Gegenwartsproblemen.
Von grundlegender Bedeutung für die Umsetzung der curricularen Vorgaben bei der Unterrichtsdurchführung ist das an unserer Schule seit drei Jahren eingeführte vierbändige G e s c h i c h t s w e r k „Zeiten und Menschen“ des Schöninghverlages, das in überschaubaren, klar strukturierten Einheiten mit vielfältigen und innovativen Präsentationsformen Geschichte „hautnah“ erlebbar machen will. Zudem helfen sog. „Methodenboxen“ den Schülerinnen und Schülern beim Erwerb der Arbeitstechniken und Fachmethoden, sog. „Forschungsstationen“ ermöglichen sowohl eigenverantwortliches wie auch teamorientiertes Lernen; nicht zuletzt bieten geschickt formulierte Arbeitsaufträge vielfältige Formen der Lernerfolgskontrolle bzw. der Leistungsüberprüfung.
In der S e k u n d a r s t u f e II hat der Geschichtsunterricht die Aufgabe, die von den Schülerinnen und Schülern in der Sek. I erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und historisch-politischen Bewusstseinsinhalte zu entfalten und zu vertiefen. Entsprechend den in der gymnasialen Oberstufe bestimmenden Leitkategorien der „vertieften Allgemeinbildung“, der „Wissenschaftspropädeutik“ und der „Studierfähigkeit“ bedeutet das, dass die Intensität der Auseinandersetzung mit Geschichte quantitativ und qualitativ gesteigert wird und neben zunehmend eigenen Fähigkeiten innerhalb eines sich kontinuierlich erweiternden Horizonts auch ein Bewusstsein für fächerübergreifende Zusammenhänge entsteht.
In Weiterführung der Intentionen des Geschichtsunterrichts in der Sek. I steht also die Weiterentwicklung des Geschichtsbewusstseins im Mittelpunkt des Lernprozesses. Dabei werden nicht nur die Deutungen historischer Fakten und Zusammenhänge in ihren jeweiligen Besonderheiten erarbeitet, sondern auch die Grundmuster der historischen Sinnbildung selbst und deren Wirkungen bewusst gemacht. Die Themenauswahl erfolgt also noch stärker als in der Sek. I problemorientiert und ausgerichtet auf kritische Befragung und Überprüfung der vorhandenen Orientierungsmuster und Geschichtsdeutungen, auch wenn sich die curriculare Ausrichtung des (derzeit gültigen) L e h r p l a n e s für die Oberstufe an
den inhaltlichen Vorgaben für das Zentralabitur 2007 in NRW orientieren muss.
(teilweise in Anlehnung an die Richtlinien
des KuMI für Sek. I u. Sek. II)
